Erhöhtes Cholesterin ist allgemein bekannt als einer der Risikofaktoren in der Entstehung von koronaren Herzerkrankungen. Trotzdem liegt der Cholesterinspiegel vieler Erwachsener in Deutschland über dem allgemein empfohlenen Wert: Knapp 60% (58,5%) der Erwachsenen haben einen erhöhten Cholesterinwert**. Aber was ist ein zu hoher Cholesterinspiegel und wie hoch darf der Cholesterinwert sein?

Wie ein zu hoher Cholesterinspiegel entsteht

Cholesterin ist eine Substanz, die natürlicherweise vom Körper in der Leber gebildet wird. Es hat verschiedene wichtige Funktionen. Zum Beispiel ist es ein Baustein der Zellmembranen. Bestimmte Einflüsse, wie beispielsweise die Aufnahme von zu viel gesättigtem Fett durch die Nahrung, können dazu führen, dass im Körper und im Blut zu viel LDL- (oder „schlechtes“) Cholesterin vorhanden ist. Ein erhöhter Cholesterinspiegel ist einer der Risikofaktoren für die Entstehung der koronaren Herzerkrankung. Darüber hinaus gibt es „gutes“ HDL-Cholesterin, das Cholesterin in die Leber transportieren kann, wo es abgebaut und damit unschädlich gemacht wird.

Ein erhöhter - oder „hoher Cholesterinspiegel“ - bedeutet, dass die Blutfette erhöht sind: LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und die Triglyzeride bilden gemeinsam das Gesamtcholesterin.

Was gilt als zu hoher Cholesterinspiegel und wie hoch darf der Cholesterinwert sein?

Laut aktueller Empfehlungen der Fachgesellschaften sollte für Gesunde:

  • Der Gesamt-Cholesterinspiegel, der einer ersten Orientierung dienen kann, unter 200 mg/dL liegen
  • Das LDL-Cholesterin sollte unter 160 mg/dL und der HDL-Wert über 40 mg/dL liegen

Wenn der Gesamt-Cholesterinspiegel oder das LDL-Cholesterin über diesen Werten liegen, spricht man also von erhöhtem Cholesterin.

Diese Werte gelten für Menschen ohne weitere Risikofaktoren. Liegen Risikofaktoren wie ein bestehender Diabetes, Rauchen oder Bluthochdruck vor, können sich die Empfehlungen bezüglich LDL-Cholesterin deutlich nach unten bewegen.

Wie finde ich heraus, ob ich zu hohe Cholesterinwerte habe?

Ein Cholesterintest kann zeigen, wieviel Gesamtcholesterin Sie im Blut haben und wieviel davon LDL und HDL ausmachen. Von Selbstdiagnosen und Heimtests wird abgeraten – buchen Sie einen Termin für einen Test bei Ihrem Arzt oder Apotheker. Dieser findet in Form einer Blutabnahme statt, durch die Ihre Ergebnisse ermittelt werden. Anschließend werden Sie professionell beraten.

Wenn Ihre Ergebnisse zeigen, dass Ihr Cholesterinspiegel erhöht ist, stellt sich die Frage: Was tun bei zu hohem Cholesterin? Tatsächlich gibt es viele einfache Wege, Ihre Ernährung und Ihren Lebensstil zu ändern, um Ihren Cholesterinspiegel zu senken und auf einem empfehlenswerten Niveau zu halten. Lesen Sie die Tipps, die wir hier für Sie zusammengestellt haben, oder laden Sie unsere Infobroschüre herunter, wenn Sie ausführlichere Informationen benötigen.

Wie man hohe Cholesterinwerte durch Ernährung senkt:

  • Ersetzen Sie gesättigte Fette mit ungesättigten Fetten in Ihrer Ernährung. Finden Sie hier mehr über die beiden Fettarten heraus.
  • Nehmen Sie Pflanzensterine in Ihren Speiseplan auf. Sie sind in den Lebensmitteln von Becel ProActiv enthalten und senken nachweislich den Cholesterinspiegel. Die tägliche Aufnahme von 1,5-2,4 Gramm Pflanzensterine kann das Cholesterin innerhalb von zwei bis drei Wochen als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung mit viel Obst und Gemüse und eines gesunden Lebensstils um 7-10% senken*.
  • Essen Sie Hafer und damit Beta-Glucane. Es wird empfohlen, jeden Tag 3 Gramm Beta-Glucane, die in Hafer und speziellen Gerstenzüchtungen enthalten sind, zu sich zu nehmen, um das Cholesterin zu senken*. Zum Beispiel könnten Sie ein Hafermüsli oder Porridge zum Frühstück oder Cracker aus Hafer als Zwischenmahlzeit essen.

Brauchen Sie Unterstützung, um sich an Ihren neuen, gesunden Lebensstil zu gewöhnen? Lassen Sie sich von unserem Wochenplan leiten oder finden Sie Inspiration in unserem Newsletter.

* Hohes Cholesterin ist ein Risikofaktor in der Entstehung von koronaren Herzerkrankungen. Es gibt viele Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen und es ist wichtig, sich allen anzunehmen, um das Gesamtrisiko zu reduzieren.
**Quelle: DEGS 1, RKI 2013, Richtwert/Orientierungswert: 190 mg/dL